Keiner versteht wieso .....
Kategorie: Forex, 21.September 2008
Hunderte von Milliarden an Steuergeldern sollen in den USA für die Rettung der Finanzinstitute ausgegeben werden. Oder soll man sagen, investiert werden? Und niemand versteht, wieso die verantwortlichen Banker nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Wenn man die Leserkommentare in den Zeitungen und Online Medien liest, dann macht sich bei den Anlegern eine grosse Unsicherheit, Ratlosigkeit und Unverständnis breit.
Die Leute fragen sich, wo ist mein Geld noch sicher? Die Kommentatoren fragen, wie es sein kann, dass die Steuerzahler und Kleinanleger nun für die Fehler der hochspezialisierten hoch bezahlten Banker bezahlen müssen? Das Vertrauen in die Finanzindustrie ist weg.
Wird der Vertrauensverlust ewig währen?
Der Vertrauensverlust wird eine Zeit lang andauern, bis dann irgendwann eine neue Spekulationswelle die Phantasie auf riesige Gewinne weckt und das Spiel von vorne beginnt. Das zeigt die Geschichte.
Reichen die 700 Milliarden US-Dollar, welche die amerikanische Regierung für die Rettung der US-Finanzindustrie bereit stellen will?
Wohl kaum, denn was jetzt in den USA sichtbar wird, ist erst die Spitze des Eisberges. Die USA haben lange auf Pump gelebt. Da ist noch mehr Ungemach in der Pipeline.
Die nächste Blase ist die Kreditkarten Blase die auf den Nadelstich wartet. Und warum sollen die notleidenden Kreditkarten Besitzer nicht auch mit einer Rettung durch die US-Regierung rechnen dürfen?
Markus Gisler schreibt in seiner Kolumne in der Sonntags Zeitung, dass die 700 Milliarden Nothilfe nicht ausreicht und es eher 2'000 Milliarden US-Dollar werden könnten.
Weiter schreibt er, dass das Geld für diese Rettungsaktion nicht in einem Tresor bereit liegt. Dieses Geld muss der Staat aufnehmen. Oder drucken.
Da stellt sich die Frage, wie lange haben die Anleger noch Vertrauen in die amerikanische Schuldenwirtschaft und zeichnen weiterhin US Schatzpapiere?
Im Moment haben die Amerikaner noch den Vorteil, dass die ganze Welt Milliarden an amerikanischen Schatzbriefen im Portfolio hat und ein Absturz des Dollars diese Anlagen ebenfalls entwerten würde.
Aber es ist wie bei einem Fass voll Wasser, irgendwann kommt der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Oder den Damm zum brechen.
Eigentlich kein Wunder, dass ein weitere Anstieg des Goldpreises erwartet wird, oder?