Ist am Geldmarkt nun wieder Stabilität eingekehrt?
Kategorie: Forex, 08.September 2007
Noch immer pumpen die Nationalbanken Milliarden in den Geldmarkt. Am 06.September, kurz vor dem Zinsentscheid stellte die EZB (Europäische Zentral Bank) den Geschäftsbanken über 40 Milliarden Euro zur Verfügung. Das bedeutet, dass die Banken immer noch Geld bunkern um liquide zu sein. Das wirft natürlich die Frage auf, kommt da noch mehr auf die Finanzmärkte zu?
Vorsichtshalber hat ja die EZB die erwartete Zinserhöhung von 0.5% nicht umgesetzt, was angesichts der robusten Wirtschaft in Europa ja eigentlich angezeigt wäre. Der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte in Frankfurt, "Wegen der hohen Unsicherheit an den Finanzmärkten sind zusätzliche Daten notwendig, bevor Schlussfolgerungen für die Geldpolitik gezogen werden können".
Er schloss aber eine Zinserhöhung nicht aus. Weiter sagte Trichet: "Wir bezahlen einen hohen Preis für mangelnde Transparenz". Und das ist das grösste Problem der Hypotheken Krise. Niemand weiss genau, wer welches Risiko in den Büchern hat. Es scheint so, als auch die Geldhäuser nicht genau im Bilde sind, was in den eigenen Büchern ist.
Arbeitsplatz-Abbau bei den US-Banken
Die Immobilien-Zwangsversteigerungen in den USA haben im zweiten Quartal einen Rekordstand erreicht. Vor allem in Boomregionen wo auch viele Spekulanten im Markt waren, macht sich eine Zunahme der Immobilien Zwangsversteigerungen bemerkbar. Die Häuserpreise sind im zweiten Quartal in 52 von 59 statistisch erfassten städtischen Regionen gefallen.
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Das beleuchtet die Meldung, dass amerikanische Banken tausende von Jobs gestrichen haben. Lehman Brothers entlässt ca. 3% seiner Belegschaft. Lehman will das Kreditgeschäft in den USA und England zurücknehmen. National City, die neuntgrösste US-Bank will 1'300 Mitarbeiter entlassen.
Alle US-Banken wollen das Hypotheken Geschäft drastisch reduzieren. Darunter wird das ganze Kreditgeschäft leiden, weil die Anforderungen für den Erhalt eines Kredites nun viel strengere Anforderungen gelten.
Alan Greenspan, der frühere US-Notenbank Chef sagte im Wall Street Journal, dass die momentane Krise identisch mit den Krisenjahren von 1987 und 1998 ist.
Ist die Krise nun ausgestanden?
Nein die Krise bleibt als Damoklesschwert über den Finanzmärkten hängen und es ist zu hoffen, dass die Nationalbanken weiterhin genügend Geld für neue Liquiditätsspritzen zur Verfügung stellen. Der Aktienmarkt ist nach wie vor unruhig und hat am am Freitag mit kräftigen Kursabschlägen auf den US-Arbeitsmarktbericht für den August reagiert.
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