Angst, Krise und Unsicherheit
Kategorie: Forex, 22.Januar 2010
Fertig mit Eigengeschäften und masslosen Boni. Geht der Plan von Obama auf? Lassen sich das die Banken gefallen?
Es soll für die amerikanischen Banken Schluss sein mit fetten Gewinnen und masslosen Boni.
US-Präsident Barack Obama hat eine Reihe von Massnahmen angekündet, welche die Handlungsfreiheit der US-Banken begrenzen sollen.
Obama sagte nach einem Treffen mit seinem Wirtschaftsberater Paul Volcker, eine strengere Banken-Regulierung sei unverzichtbar, um die exzessive Risikobereitschaft der Finanzinstitute zu verringern.
Er ist der Meinung, die Banken sollten sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe besinnen, dem Kunden zu dienen.
Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn die öffentliche Meinung ist gegen die gierigen Banker, die nicht genug Boni kriegen können.
Mit dem zügeln dieser grossen Gier will Obama verhindern, dass es noch einmal zu einer Krise kommt. Weiter dürfe kein Geldhaus eine derartige Grösse erreichen, dass sein Zusammenbruch die ganze Volkswirtschaft an den Rand des abgrundes bringen kann.
Auch wird Obama die Banken wie bereits angekündigt mit einer Sonderabgabe belegen, um so die Milliarden zurückzubekommen, mit welchen der Staat die Finanzindustrie gestützt hatte.
Werden die Banken sich das gefallen lassen? Was könnten die Gegenmassnahmen der Banken sein?
Die Banken haben schon eine grosse macht und auch eine starke Lobby. Je nachdem wie weit sich diese aus dem Fenster lehnen, könnten die Banken die Aktienmärkte zur Drohung etwas durchschütteln und sonst Unruhe im Börsen und Finanzbereich in Gange setzen.
Die Frage ist nur, wie weit gehen die Finanzhäuser?
Auch in der Schweiz weht den Banken ein eisiger Wind entgegen.
So sgate der Finanzminister Merz anscheinend: Er wolle in Sachen Herausgabe der UBS-Kundendaten nicht mehr länger den Kopf hinhalten für die Bankmanager, „die sich aus dem Staub gemacht hätten“.
Je nach Quelle nannte er die UBS sogar «Gauner» beziehungsweise „Betrüger“.
Forex
SNB-Präsident Philipp Hildebrand betonte heute in einer Rede, dass die Schweizer Notenbank einen "exzessiven" Anstieg des Franken mit allen Kräften verhindern wolle.
Das sei auch wegen der anhaltenden Deflationsgefahren. Er sagte weiter, dass ein Anheben des schweizerischen Leitzinses sei bei den aktuellen Gegebenheiten "unangemessen".
Der USD/CHF reagiert auf Hildebrands Aussagen mit Kursverlusten und fällt Richtung 1,04 Marke zurück.
Am Feitag hat sich der Euro etwas von seinen starken Verlusten im Wochenverlauf erholt. Am späten Nachmittag kostete
Die Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,4110 US-Dollar und damit knapp einen Cent mehr als am Vortag.
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4135 (Donnerstag: 1,4064) Dollar fest.
Damit kostete der Dollar 0,7075 (0,7110) Euro.